Neues vom Steiermärkischen Baugesetz

§92b

Gebäudeinterne Infrastrukturen für die elektronische Kommunikation

 

(1) Bei Neubauten und größeren Renovierungen von Gebäuden (§4 Z34a) sind hochgeschwindigkeitsfähige gebäudeinterne physische Infrastrukturen von einem Zugangspunkt bis zu den Netzabschlusspunkten vorzusehen.

 

(2) Die Anforderungen gemäß Abs.1 gelten nicht für:

1.Wohngebäude mit höchstens vier Wohnungen;

2.Gebäude mit einer Gesamtnutzfläche von weniger als 50 m²;

3.land-und forstwirtschaftliche Wirtschaftsgebäude;

4.Sport-und Freizeitanlagen;

5.Gebäude, die ausschließlich für Gottesdienst und religiöse Zwecke genutzt werden;

6.Baudenkmäler und Gebäude, die als Teil eines ausgewiesenen Umfelds oder aufgrund ihres besonderen architektonischen oder historischen Werts offiziell geschützt sind;

7.sonstige Gebäude, wenn die Umsetzung der Verpflichtung nach Abs. 1 in einem offenbaren Missverhältnis zu den Kosten des Vorhabens steht.

Zu § 92b: Mit dieser vorgesehenen und neu einzuführenden Bestimmung des § 92b des Steiermärkischen Baugesetzes wird Artikel 8 der Richtlinie 2014/61/EU des europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Mai 2014 über Maßnahmen zur Reduzierung der Kosten des Ausbaus von Hochgeschwindigkeitsnetzen für die elektronische Kommunikation, ABl. L 155 vom 23.05.2014, S. 1, in das Landesrecht Steiermark umgesetzt.

 

Quellen:  Land Steiermark

Links zu den original Dokumenten:

Steiermärkisches Baugesetz (ab 01.10.2016 bzw. 01.01.2017)

Erläuternde Bemerkungen (EB) zur Baugesetznovelle 01.10.2016

 


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